
UWIGA–Fraktion, Stadtverordnetenversammlung Darmstadt
Elisabethenstrasse 30, 64283 Darmstadt
Telefon : 06151 - 9699162 Telefax : 06151 - 9699164
Internet: www.uwiga.com e-mail: fraktion@uwiga.com
...man kann ja zu der Vollanbindung stehen wie man will, den Verzicht darauf für einen schweren Fehler halten, aber...
da schlägt die UWIGA seit Jahren genau das vor, was im Darmstädter Echo als realistischer Lösungsweg aufgezeichnet wird. In der Presse kam zuvor kein Wort davon, ihr war dies aber über Pressemitteilungen hinlänglich bekannt. Auch in Gesprächen, in Diskussionen, mit Briefen und Emails ( u.a. an die IHK, den DB-Vorstand) warben wir für diese Lösung.
Immerhin hat Redakteur Wolfgang Görg in seinem Kommentar „Ein anderes Gleis“ ( DE 26.08.2010) hervorragend wiedergegeben was die UWIGA über diese Nordanbindung und deren Finanzierung denkt ( und längst so vorgeschlagen hat ) - nur kam sie darin nicht vor.
Noch am 17. August 2010 - also vor der gemeinsamen ICE-Sitzung von Bau - und Umweltausschuss - ging eine Email von unserem Stadtverordneten Helmut Klett an die Fraktionen und an den OB.
( Wir haben in den laufenden Sitzungen kein Rederecht - deshalb diese Email.)
Darin ist nachzulesen:
".... Bei Verzicht auf den Außenbahnhof gibt es im Übrigen jetzt "Verhandlungsmasse" genug die Nordanbindung samt "Banane" als Teil des Fernverkehrs anerkennen zu lassen - und damit ohne jegliche Kosten für DA !“
Dies ist also auch kein " einen Schritt weiter denkender" Neu-Vorschlag von Sitzungsmitgliedern oder Herrn Stadtrat Wenzel, wie es der Pressebericht über diese Sitzung vermuten lässt.
( Auch die Presse bekam zur Info diese oben zitierte Email.)
Wir sehen mit Genugtuung, dass sich alles in unsere, vernunftbezogene und ressourcensparende Richtung entwickelt und Darmstadt - bei guter Verhandlungsführung - bei einem Verzicht auf den Außenbahnhof eine TOP-Nordanbindung ohne Betriebs- und Baubeteiligungskosten und sogar als „Schmankerl“ eine bessere Südanbindungen bekommen könnte. Darmstadt wird dadurch nicht vom Fernverkehr abgekoppelt sondern bestens angekoppelt !
Ein gehöriger Wermutstropfen ist allerdings, dass unsere Vorschläge so lange ignoriert oder sogar „unter den Teppich gekehrt“ wurden.
Anderseits sehen wir auch ein, dass bei dem Power, den große Parteien entwickeln könn(t)en, es schon etwas beschämend ist, so lange sich betonkopfartig ohne Sinn für die Realitäten für die Vollanbindung eingesetzt zu haben und man jetzt der kleinen UWIGA wohl recht geben muss.
Das soll und darf aber natürlich der Wähler nicht wissen.
MEDIENMITTEILUNG
Donnerstag, 12. August 2010
Austritt von SPD - Wilfried Ossmann - ehemaliger UWIGA-Stadtverordneter
UWIGA fordert Niederlegung seines Mandats.
Wenn wir die Gründe für Oßmanns Austritt aus der SPD-Fraktion lesen, reiben wir uns verwundert die Augen.
All diese bei der SPD nicht durchsetzbaren Forderungen sind auf dem Wahlprogramm, bzw. den derzeitigen kommunalpolitischen Willenserklärungen der UWIGA nachzulesen.
Trotz des großen Benz-Jubels damals - SPD wird mit Oßmann stärkste Fraktion -
hätte er sich mit etwas geistiger Anstrengung ausrechnen können, dass er bei der SPD „stillgelegt“ werden würde.
Er hatte die UWIGA beleidigt schlicht wegen der Weigerung des Vorstandes verlassen seine unabgestimmte Privatwerbekampagne bei der Kommunalwahl 2006 zu finanzieren, keineswegs wegen politischer Meinungsverschiedenheiten oder zu wenig Redemöglichkeiten. So viel zu seinen politischen und menschlichen Qualitäten.
Angesichts dessen würde die UWIGA trotz des großen Reizes erneut Fraktion werden zu können und wieder Fraktionsmittel in beträchtlicher Höhe zu erhalten, einen solchen selbstgefälligen Politik-Wendehals jedenfalls nicht wieder aufnehmen.
Anständig wäre es, er würde sein Mandat, das er durch die UWIGA bekommen und zur SPD skrupellos mitgenommen hat, niederlegen. Die Konsequenzen wären:
Die UWIGA wird wieder Fraktion, da sie den Nachrücker stellen würde, er verlöre seine monatlichen Zuwendungen als Stadtverordneter.
Letzteres - und keineswegs die von ihm fabulierten hehren Ziele - wird ihn sicher dazu bewegen, in der StaVo zu verbleiben. Möglicherweise schließt er sich anderen Parteien, Gruppierungen an. Die haben vermutlich keine solchen menschlichen Anständigkeits-Hemmschwellen wie wir - vielleicht aber - so hoffen wir - doch.
Die Stellungnahme der UWIGA zum Bürgerentscheid finden Sie in einer Presseerklärung hier.
Anträge in der Stadtverordnetenversammlung vom 28.April 2009 ( Dienstag )
Konversionsflächen Tiefengeothermie
Konversionsflächen - Trassenfreihaltung
Die Anträge wurden ohne jegliche Aussprache oder Diskussion abgelehnt.
Zu diesem Vorgang und zur Diskussionskultur generell können Sie diese Presseerklärung lesen
Über 700.000 Euro Mehrkosten im Baugebiet E44 (Eberstadt) durch die Entdeckung von Bodenmüll und wie die Stadt
das wieder reinzuholen gedenkt können Sie hier nachlesen.
Was die UWIGA zur Gas-Preiskontrolle durch städtische Parlamentarier im Aufsichtsrat der Entega meint
können Sie hier nachlesen.
MEDIENMITTEILUNG 13.11.2008
12.11.2008 - Daniela Wagner zum Bürgerentscheid NOU :
„Das Anliegen muss ernst genommen werden“
13.11.2008 - Goetheschule: Auch SPD für raschen Turnhallen-Bau
Kopfschütteln bei der UWIGA
Ist immer erst Bürgerprotest notwendig um eine vernunftorientierte Erkenntnis herbei zu führen ?
Eigentlich sind nach unserer Verfassung Entscheidungen im Parlament zu fällen, dort liegt die Verantwortung.
Die UWIGA unterstützte die Eltern bei dem Begehren nach sofortigem Turnhallenbau, die ONO beim Bürgerentscheid. Allerdings nicht verspätet populistisch, sondern sie hat im Vorfeld in der StaVo - dort wo die Verantwortung liegt - für den sofortigen Bau der Turnhalle plädiert und auch die NOU abgelehnt.
Die Grün-Führung lässt nun verlauten, man müsse den Bürgerentscheid zur NOU ernst nehmen. Welche umwerfend staatsmännische - oder eher staatsfrauliche - Erkenntnis. In einem Atemzug nennt man die Gefahr, was sonst alles an Notwendigem in DA liegen bleiben müsste. Warum erst jetzt diese großartige Erkenntnis ?
Die UWIGA hat die NOU u.a. wegen der immensen Kosten in der StaVo abgelehnt und unterstütze die Unterschriftenaktion der ONO mit dem Slogan „Es gibt Wichtigeres in Darmstadt“ !
Die Grünen hingegen haben in der Mehrzahl das Vorhaben in der StaVo abgenickt. Bei nur zwei Enthaltungen wäre die NOU abgelehnt worden.
Wo bleibt da die parlamentarische Verantwortung , die vielgerühmte Entscheidung durch eigenverantwortliche, nur ihrem Gewissen verpflichtete Volksvertreter? Eine Chimäre ?
Auch bei dem Neubau Turnhalle hat die UWIGA im Parlament argumentiert, bevor neue Projekte angepackt werden, müssen alte, versprochene Projekte wie die Turnhalle zuerst und vorrangig realisiert werden.
Unser Antrag, erst wenn die Finanzierung der Turnhalle beschlossen sei, habe man sich z.B. mit dem Friedensplatz als einem „Nice-to-have-Projekt“ zu befassen. Wenn dessen Finanzierung durch Kürzungen woanders möglich sei, könne man auch darüber reden. Eigentlich schon selbstverständlich, natürlich wurde unser Antrag abgelehnt.
Was also geschieht real im Parlament ? Der Friedensplatz wird beschlossen, der Turnhallenbau auf 2011 verschoben.
Und wieder, erst nach Bürgerprotest wird eingesehen, dass das falsch war. Jetzt wird nach Finanzierungsmöglichkeiten für die Turnhalle gesucht. So wie die UWIGA es gefordert hat, erst die Turnhalle - dann der Friedensplatz, wäre der eigentlich logisch richtige Weg gewesen.
Nun denn, Hauptsache die Turnhalle kommt und wir können den dort engagierten Bürgern zu ihrem Erfolg nur gratulieren.
Eine weitere Erkenntnis: Bürgerprotest lohnt sich eben doch, zumal wenn er sich nicht nur auf die Wahrung eigener Vorgarteninteressen bezieht. Allerdings bleibt auch der Wehmutstropfen :
Es wundert einen nicht, wenn sich viele Bürger bei dieser Art von volksferner parlamentarischer Vertretung mit Grausen von der Politik abwenden.
hk 13.11.2008