hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Darmbach bleibt unterm Pflaster
Klaus Honold freut sich in seinem Kommentar vom 14.3.2008 im Darmstädter Echo zu Recht, dass seine journalistische Aufarbeitung der Darmbachangelegenheit im Dezember 2007 wohl mit zu der jüngsten Entscheidung, den Bach nicht offen zu legen beigetragen hat. Wenn er aber wörtlich meint, keiner der Stadtverordneten sei auf die Idee gekommen das Gesetz (das angeblich diese Operation verlangte) mal unter die Lupe zu nehmen, übersieht er, dass die IG Abwasser und der Stadtverordnete der UWIGA Helmut Klett diese Zweifel seit langem - wenn auch erfolglos - in den Gremien und in der Öffentlichkeit angebracht haben.
So beispielsweise in einem offenen Brief als Anzeige in dieser Zeitung vom 15.12.2007 mit der klaren Aussage, dass eben keine wasserrechtlich zwingende Notwendigkeit dazu besteht. Diese von Privatleuten bezahlte Anzeige war eine Notwendigkeit, weil diese Einschätzung der Rechtslage trotz Kenntnis hiervon den Redakteuren kein Beitrag wert war.
Eine Fachseilschaft aus ehrenamtlich umweltpolitisch Engagierten, RP-Mitarbeitern und städtischen Bediensteten hätte es beinahe geschafft, einer ganzen Stadt ihre Individualinteressen als non plus ultra zu verkaufen. Da solche Versuche auch auf anderen Feldern der Darmstädter Kommunalpolitik gemacht werden, kann man Helmut Klett, der ja nun leider seine Arbeit als Stadtverordneter alleine bewältigen muss, bei seiner konstruktiv-kritischen Begleitung der Tätigkeit von Magistrat und Stadtverordnetenmehrheit nur viel Kraft wünschen.
Erich Bauer
15.08.2008