hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen
1.Der Magistrat berichtet über die Mehrkosten, die aus den Strombezugsverträgen mit NaturPur, im Vergleich zu den üblichen „Sondervertragskundenverträgen“ mit der entega entstehen.
2.Der Magistrat kündigt fristgerecht alle Verträge mit NaturPur .
3.Die durch den Vertragswechsel eingesparten Mittel werden im Haushalt unter dem UA 2000 mit dem Titel „ einfache Massnahmen zur Energieeinsparung in Schulen „ eingestellt.
4.Über die jeweiligen Massnahmen und die entsprechende Energieeinsparung wird der Stadtverordnetenversammlung berichtet.
Begründung:
Im Einzelplan 2 des Verwaltungshaushaltes betragen die Kosten für Heizung , Reinigung , Strom, Kanal/Wasser und Versicherung über 60% der Ausgaben.
Die Ausgaben für Strom mit ca. 1 Million € und einer Kostensteigerung von knapp 10 % (bzgl. 05) und die Ausgaben für Heizung mit ca. 2,4 Millionen € und einer Kostensteigerung von 8% sind dabei ein großer Ausgabefaktor.
Der Strombezug erfolgt häufig über NaturPur . Für Privatkunden beträgt der Arbeitspreis ca. 17 % mehr als der übliche Marktpreis. Daraus kann sich bei einem Wechsel der städtischen Verträge eine Ersparnis von ca. 10 % - selbst bei nur teilweiser Versorgung durch NaturPur - ergeben. Bezogen auf 1 Million wäre die Ersparnis 100 000 €.
In vielen städtischen Einrichtungen sind die einfachsten Energiesparmaßnahmen noch nicht realisiert. Es gibt z.B. noch Gebäude mit einfach verglasten Fenstern oder Schulen in denen die Raumheizung nur über das Fenster zu regulieren ist. Hier könnte mit relativ einfachen Mitteln und geringen Kosten viel Energie eingespart werden . Kindern und Jugendlichen würde so ein Beispiel für verantwortliches Handeln gegeben werden.
Nach Einführung des Erneuerbarenenergiegesetzes (EEG) muss jede alternativ erzeugte kWh mit einem , je nach Art der Erzeugung, festgelegten Preis vergütet und abgenommen werden. Der dadurch entstandene Mehrpreis wird dann auf alle „Normalverbraucher“ umgelegt. Die von Naturpur eingekaufte Energie wird an die eigene Kundschaft verkauft und gelangt somit nicht zu den „Normalverbrauchern“. Das bedeutet, dass keine zusätzliche kWh alternativ erzeugt wird.
Darum ist es , bei dem derzeitigen energetischen Zustand der städtischen Gebäude, insbesondere der Schulen und in Anbetracht der kritischen Haushaltslage dringend geboten die wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln effizient
12.02.2007