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Konversionsflächen – planerische Trassenfreihaltung SOU

Antrag: Konversionsflächen - planerische Trassenfreihaltung SOU

1.Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, den Magistrat zu beauftragen, ernst-hafte Vorüberlegungen für einen Ersatz der Nordostumgehung anzustellen. Diese Umgehung ist im Süden von Darmstadt vorzusehen und lehnt sich an frühere Planungen an. Diese Trasse ist vorerst rein planerisch festzulegen und bei den Bebauungsplänen, Wettbewerben der dort befindlichen Konversionsflächen zu berücksichtigen. So ergibt sich die Chance - je nach Entwicklung des Individualverkehrs - die City zukünftig entlasten zu können.

Begründung:

Die NOU ist an sich keine echte Umgehung und mit einer Unmenge Probleme behaftet ( Anlage1). Wir sind der Auffassung, dass Vorüberlegungen aus den Jahren vor 1970 über eine Umgehung wieder berechtigt sind. Damals scheiterten die Umsetzung an der Überdimensionierung (Autobahn) und der Nichtdurchquerungsmöglichkeit der Kasernengelände im Süden.
Die Süd-Ost-Umgehung als zweispurige Straße sollte wieder planerisch in Erwägung gezogen werden, da durch den Abzug der Amerikaner die dortigen Konversionsflächen für eine Umgehungsstraße (auch teiluntertunnelt) wieder zur Verfügung stehen könnten.

Die UWIGA hat bereits Anfang 2006 (Anlage2 - Bild aus einer ausführlichen PowerPoint-Pr.) diesbezügliche Überlegungen - unter Mitarbeit eines Professors der TU Darmstadt - unternommen und grob planerisch die mögliche Streckenführung und deren Auslegung ( Tunnels + Kurztunnels + Halbtroglage mit Grünbrücken als Landschaftsübergänge ) konzipiert.

Vorteile dieser Umgehung wäre direkte Anbindungsmöglichkeit der Lichtwiese, des Stadions , der Weststadt und der Autobahnen nach Süden oder Norden. Preislich und bauablauftechnisch wäre sie zudem günstiger als die NOU.
Nach den jüngsten Entwicklungen wäre auch ein Anschluss an einen ICE-Außenbahnhof zu überlegen, wiewohl die UWIGA als bessere Lösung taktreiche Nahverkehrsanbindungen nach Mannheim und zum Flughafen vorschlägt.

Wir sind der Auffassung, dass derzeit andere Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs ausreichen und können ohne Nordostumgehung gut leben. Andererseits ergibt sich jetzt die Möglichkeit, vorausschauend Straßenplanungen baurechtlich festzulegen, um später sich herausstellenden Gegebenheiten und Herausforderungen gerecht werden zu können.

weitere Begründung und Aussprache mündlich

Stadtverordneter Helmut Klett

Karte Nord-Ost-Umgehung
Karte Süd-Ost-Umgehung

09.04.2009