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Restfinanzierung Darmstadtium

Restfinanzierung von 27 Mio Euro für Darmstadtium - UWIGA lehnt städtische Bürgschaft ab, schlägt Alternativen vor

Für den Bau des Darmstadtiums (ca. 80 Mio Euro) hat die Stadt Darmstadt bereits 53 Mio Euro Kapital bereitgestellt - die fehlenden 27 Mio Euro sollen über Kredite finanziert werden. Die Banken verlangen, daß die Wissenschaftsstadt Darmstadt auch für diese Summe eine Bürgschaft übernehmen soll. Dies lehnt die UWIGA strikt ab.
Nach den Studien zum Betrieb des Wissenschafts- und Kongreß­zentrums, die der UWIGA vorliegen werden in den ersten Jahren deutliche Verluste erwartet. Später sollen zwar die laufenden Betriebskosten erwirtschaftet werden, aber weder die Finanzierungskosten noch größere Reparaturen an Dach und Fach, wie es in einer der Studien wortwörtlich heißt.
Für die UWIGA ist es daher klar - die Kreditverpflichtungen in Höhe von mehr als 1,5 Mio Euro pro Jahr für Zins und Tilgung können nicht bedient werden. Auch in der Magistratsvorlage wird dies daher „späterer Zuschußbedarf“ genannt, d.h. die Stadt als Bürge muß nicht nur für das geliehene Kapital, sondern auch für die Zinsen gerade stehen. Einem solchen Beschluß, der planmäßig einen jährlichen Fehlbedarf von über 1,5 Mio Euro bereits vorab festschreibt, kann die UWIGA nicht zustimmen.

Als mittelfristige Alternative muß die Stadt nach Meinung der UWIGA unbedingt ein in der Kongreß- und Veranstalter­branche bereits tätiges Unternehmen als Partner und Co-Investor für die stadteigene Betriebs­gesell­schaft gewinnen.
Dieser soll sich finanziell beteiligen und auch endlich das spezielle Know-How einbringen, welches zur erfolgreichen Vermarktung und zum Betrieb des Darmstadtium gebraucht wird.

Mit einer Kapitalerhöhung von 27 Mio Euro kann die Stadt zunächst mal Zeit gewinnen, bis ein solcher Partner gefunden ist - und um die Zinsen für die 27 Mio Euro zu sparen.
Die Finanzmittel für eine solche Kapital­erhöhung kann die Stadt sich durch den Verkauf ihres Anteils an der Nassauischen Heimstätte (NH) beschaffen, schlägt die UWIGA vor.
Das Land Hessen bereitet derzeit den Verkauf seines 56,1% - Anteils an der NH für einen geschätzten Preis von 3,5 Miliarden Euro vor. Für den Mini-Anteil der Stadt Darm­stadt an der NH (ca. 0,75%) schätzt die UWIGA den möglichen Erlös immerhin auf mehr als 40 Mio Euro.

Kurzfristig könnte die Bauverein AG den städtischen Anteil an der NH übernehmen, um ihn dann mittelfristig ebenso wie das Land Hessen an die HELABA zu veräußern. Finanzielle Reserven und Rücklagen der Bauverein AG sind mehr als ausreichend für diese Transaktion.

Die UWIGA hat diese Übertragung der städtischen Anteile an der Nassauischen Heim­stätte ausführlich in einem Brief an die FDP dargelegt und die FDP aufgefordert, diesen Vorschlag in die anstehenden Haushaltsberatungen einzubringen. Dieser Brief ist auf der Internet-Seite der UWIGA www.uwiga.com veröffentlicht.

03.08.2006