hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Darmstadt, den 15. August 2008
Ausbau Frankfurter Landstraße
Denn Sie wissen nicht was Sie tun ?
Diese Frage kann man sich stellen wenn jetzt zu lesen ist, dass eventuell 15 Mio. an Zusatzkosten für die Frankfurter Landstraße auf die Stadt zukommen.
Wir erinnern uns, anfangs wurde mit 21 Mio. kalkuliert, dann war etwas von 26. Mio. zu hören, jetzt sind es weitere 15 Mio. Aufgesattelt auf die ursprünglichen 21 oder die inzwischen verlautbarten 26 Mio. Euro ?
Egal wie, eine Steigerung von 70 bis 100 Prozent, je nach Ausgangspunkt.
Verklausuliert und entschuldigt werden allerdings diese Kosten mit der Urbarmachung des Ortskernes, mit unvorhergesehene Leistungen für Neuverlegung von Rohren, Leitungen, Kabel in der Straße.
Weiter kommen noch Unstimmigkeiten bei der Vergabe hinzu. Wie eigentlich immer, schuldig an dieser Kostenexplosion - und da kann man mit Fug und Recht bei dieser Steigerung reden - ist niemand.
Es ist nochmals festzuhalten, der ortsansässige Gewerbeverein wollte zumindest keinen zweigleisigen Ausbau, die Geschäftsleute entlang der Straße in Mehrzahl auch nicht. Sollten die unwissenden Bürger dann halt zu ihrem Glück überredet, gar gezwungen werden ?
Die Aufwertung des Ortskernes durch die Verlegung der Schleife wurde von Anfang an als Begründung für diesen Ausbau aufgezählt. Hat man bei den Kosten dieser Verlegung vergessen, dass die dann notwendige Infrastruktur für dieses Areals zwangsläufig auch nicht für umsonst zu haben ist ? Oder war man tatsächlich der Meinung, ein naiver Investor werde das alles irgendwie dankbar richten nur um in Arheilgen sich ansiedeln zu dürfen ?
Weiter wurde argumentiert, dass durch den zweigleisigen Neubau sozusagen als angenehmer Nebeneffekt Landeszuschüsse generiert werden könnten, die die Verlegung neuer Leitungen und neuer Kanäle kostengünstig für den Bürger ermöglichten.
Hat man bei der „bürgerfreundlichen“ Kalkulation von dem Kabelwust in der Straße nichts gewusst oder ihn ignoriert ?
Es ist ziemlich sicher, dass bei einem Kostenansatz von 36 Mio. das Projekt wohl erst gar nicht begonnen worden wäre. Wissen aber die Stadtoberen vielleicht doch was Sie tun? Wird ganz bewusst ein Teil verschwiegen ? Wann hören diese Zahlenmanipulationen zu Lasten der Aufrichtigkeit und der Bürger auf ?
Die UWIGA war schon immer der Meinung, eine eingleisige Sanierung der Straße mit Anpassung, Umbau der Schleife im Ortskern hätte vollauf genügt. Eine ansprechende bauliche Aufwertung hätte trotzdem stattfinden können. Konstruktive Vorschläge wurden seitens der UWIGA hierzu gemacht und veröffentlicht.
Die UWIGA fordert angesichts der neuen Sachverhalte den zweigleisigen Ausbau bis zur jetzigen Schleife zu belassen und den zweiten Bauabschnitt zu stoppen. Nehmen wir die alte Wagenhalle doch als attraktiven, überdachten Haltepunkt, umfahren den Supermarkt, den Biergarten, den Löwen großzügig eingleisig. Das reicht.
hk 21.04.08
21.04.2008