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Bauarbeiten ruhen

UWIGA informiert - moniert:

Schon wieder Baustellenstop !
Eine Zumutung für die Anlieger und Geschäftsleute der Frankfurter Straße

Laut Pressemeldung ruhen seit Donnerstag 19.06. wieder einmal die Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit. Am 06.12.2007 ist das schon einmal geschehen. Auch damals wegen Streitereien um wer was wem und warum zu zahlen hat. Entsprechend kritisch kommentiert von der UWIGA, aber ungehört verpufft. Wir haben uns an die Ignoranz inzwischen gewöhnt, aber (noch) nicht damit abgefunden.
Was darf denn noch alles schief laufen bei diesem Großprojekt, bis die Arheilger Bürger aufmucken? Die „goldene Zeiten“ im Umfeld des „Goldenen Löwen“ versprechenden „neuen Wege“ werden immer mehr zu einem Irrgarten und Irrweg.

Die inzwischen mit einigem Recht als Skandalbaustelle zu titulierende „Verschönerungsaktion“ und „Maßnahme zur Stärkung des Einzelhandels“ entpuppt sich doch augenscheinlich als gigantisches Fass ohne Boden. Jetzt schon müssen Einzelhändler entlang der Frankfurter Straße aufgeben. Achselzuckend hingenommen als Preis für die Zukunftsfähigkeit. Die Betroffenen werden mit für sie fast schon beleidigenden PR-Aktionen zur Stärkung des Standortes abgespeist. Sieht so die vom Gewerbeverein versprochene glorreiche Zukunft dann auch aus ?

Auf ursprünglich ca. 15 Millionen kalkuliert, sind die Baukosten hochgeschnellt auf über 38 Millionen. Eine Lappalie, die leicht von Darmstadt zu stemmen ist ?
Die Stadtverordnetenversammlung meinte Nein, beschloss deshalb die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, dem leider die UWIGA nicht angehören darf. Wir sind ja nicht mehr - seit der mutwilligen Sprengung unserer Fraktion durch geltungsbedürftige Egozentriker - in irgendwelchen Ausschüssen vertreten. Die 6 Prozent der Bürger, die uns gewählt haben, sind so faktisch entmündigt und einflusslos geworden. Aber, eben alles legal.

Am 15. Mai 2008 hatte der übrig gebliebene einzige UWIGA-Stadtverordnete, Helmut Klett, in einer kleinen Anfrage unangenehme und auch für den Untersuchungsausschuss sicher interessante Fragen zu den mysteriösen Vorgängen rund um die Kostenexplosion gestellt. Eigentlich hätten dies Fragen von der Verwaltung bis zum 30. Mai beantwortet werden müssen. Bis heute sind sie unbeantwortet geblieben.

Auch in der Stadtverordnetenversammlung am 19.Juni waren die „Neuen Wege“ Thema. Es ging um die provisorische Schleife im Ortszentrum. Auch da warf Helmut Klett „lästige“ Fragen auf, die unbeantwortet blieben.
Ist den Wettbewerbsteilnehmern „Vollversorger“ dieses Provisorium bekannt ? Was ist mit Schadensersatzforderungen, wenn diese Schleife länger bleibt und viele Parkplätze entfallen? Soll der Biergarten tatsächlich zu Gunsten eines Großparkplatzes zerstört werden ? Muss diese Trafostation vor die denkmalgeschützte Halle und so nah an bewohnte Häuser ( Strahlungen ) ?

Der erneut eingebrachte Vorschlag, die Schleife als Großschleife und endgültige Lösung zu bauen, dann dort ein Zentrum mit städtebaulichem Anspruch zu schaffen, wurde erwartungsgemäß routiniert abgelehnt.

Sein Hinweis, die immensen Weiterausbaukosten einzusparen und lieber die bestehenden Linien preiswerter und damit attraktiver zu machen, ist offenbar auch keine Überlegung wert. Augen zu und durch ! Was ist eigentlich wenn die Zuschüsse des Landes nicht kommen ? Gibt es eine Alternativplanung ? Fehlanzeige.

Das vollmundige Versprechen durch den Vollversorger kämen bessere Umsätze auch für die Einzelhändler wird nicht eingelöst werden. Dass der Vollversorger dort prosperierend betrieben werden kann mit subventionsähnlicher Unterstützung der Stadt bezweifelt auch die UWIGA nicht. Nur, ist es Aufgabe der Stadt die historische (von ihr selbst so genannt !) Ortsmitte zum Wohle eines Vollversorger zu verschandeln ?
Wir meinen Nein und nochmals Nein. Die Zeit wird uns Recht geben, aber dann ist der Wein verschüttet und viele der Einzelhändler pleite.

Der Vollversorger mit fast 2000 qm gehört woanders hin. Das Angebot eines kostenlosen Pendelverkehrs von eben dieser Stadtmitte zum Vollversorger besteht vom potentiellen Investor weiterhin.
Das wird wohlweislich verschwiegen. Es passt nicht ins Konzept der zum Wohle von Arheilgen agierenden Verantwortlichen. Eben diese Verantwortlichen genieren sich nicht, unermüdlich zu behaupten, praktisch ganz Arheilgen stünde hinter dieser Maßnahme. Die UWIGA-Meinung sei die Ansicht eines gescheiterten Einzelkämpfers namens Helmut Klett, der seinen erlittenen Schiffbruch einfach nicht einsehe.

Wenn das nachweisbar so ist, dann entschuldigen wir uns und hören auf, weiter zu argumentieren, zu kämpfen.

hk 20.06.08

20.06.2008