hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Medienmitteilung
Ideologisch aufgeschäumtes Schulbausanierungsprogramm versus Realität
Ein öffentlichkeitswirksames Thema, diese Schulbausanierung. Da wird viel vorgegaukelt und es werden auch ideologisch motivierte Projekte versprochen, die dem Bürger eine heile Schulbetreuungswelt signalisieren sollen.
Wie aber sieht die traurige Realität aus ?
Immer mehr kommen uns gravierende Mängel in Schulbauten zur Kenntnis, die dringend der Instandsetzung bedürfen. Undichte Dächer, marode, veraltete Heizungssysteme, kaputte Schulhöfe, undichte Fenster sind nur die Spitze eines Eisberges.
Dieser Berg ist ähnlich wie bei den löchrigen Straßen entstanden, weil man sich schlicht zu wenig um die Bau- und Werterhaltung gekümmert hat.
Es ist ja auch keines Pressetermins mit Foto wert so eine rechtzeitige und vergleichs-weise preiswerten Dachabdichtung. Der Bürger dürfte solche Instandsetzungsarbeiten als Selbstverständlichkeit betrachten, nur das ist es aber in Darmstadt leider nicht.
Skandalös nennen wir es, dass diese Schäden unrepariert bleiben und billigend in Kauf genommen wird, dass die Mängel sich vergrößern und auch den Unterricht beeinträchtigen.
Ähnlich wie bei den Straßen jetzt eingeführt, gehört eine Liste mit dringlichen Reparatur-aufgaben her, die dann auch zügig abgearbeitet gehört.
Wir haben nichts gegen neue Schulformen und hierfür neu zu errichtende Gebäude. Aber darüber den Altbestand verkommen zu lassen, das darf nicht sein.
Von Fotovoltaikanlagen und Windkraft öffentlichkeitswirksam schwärmen und durch marode Bauteile eine Verschwendung von Energie zu produzieren passt nicht zusammen.
Nehmt die Bauvereinmillionen und saniert nach Dringlichkeit flächendeckend in moderne Haustechnik, Fenster, Sanitäranlagen, Pausenhöfe, Dachabdichtungen und nicht nach Prestigegesichtspunkten ins fotogene Outfit von Schule zu Schule. Das kann und sollte parallel zur akuten Mängelbeseitigung geschehen
Wieso diese Schulbausanierung immer wieder zur Partei-Imagebildung beitragen muss ist uns aus PR-Gründen verständlich, nichts desto weniger ist das unredlich.
Wenn dann noch eine selbsternannte Mini-Splitterfraktion die Art der Handhabung bei der Schulsanierung mit dem politischen Grundkonsens bei der ICE Trassenführung ominös verknüpft, klingt das entweder nach einem unausgegorenen Erpressungsversuch oder fragwürdigem Kuhhandel.
Schulsanierung und ICE-Trassenführung haben nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun.
Für die UWIGA - hk16.02.08
16.02.2008