hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Der Bauverein stellt sich doch nach außen als ein Unternehmen mit sozialem Gewissen dar. Daseinsfürsorge für die Stadt soll er sein. Wer daran zweifelte wird jetzt in vollem Umfang bestätigt.
Trotz einer Vielzahl von Führungskräften, denen doch gewisse Rechtskenntnisse zuzutrauen wären, werden drastische Mieterhöhungen ohne genaues Hinschauen auf den Mietspiegel getätigt. Wohl gemerkt, niemand ist gezwungen die Mieten gemäß Mietspiegel anzuheben. Der Bauverein erhöht im Bestand für Fahrradplätze ohne einen Cent zu investieren - und das noch ohne Rechtsgrundlage.
Er habe ein Recht zu solchen Erhöhungen wird den Mietern vorgegaukelt. Wer ist bereit, sich gegen den allmächtigen Bauverein zu wehren ? Kleinlaute Korrekturen verdanken wir nur den Medienberichten. Ist das eine verantwortliche Geschäftsführung ?
Nein, das ist keine Fürsorge, das ist schlichtes Abkassieren wie es sich andere Wohnungsvermieter nicht getrauen würden. An der Spitze sitzt ein Herr Dr. Braun, ausgewiesener Grüner. Von besseren Radwegen in Darmstadt ist die Rede, vom Auto stehen lassen und lieber Radfahren - und dann verteuert man die „Radhaltung“ derart, dass sich so mancher das umweltfreundliche Gefährt nicht mehr leisten kann ? Von der „Gemeinnützigkeit“ des Bauvereins ist nur noch das „gemein“ für das Benehmen gegenüber den Mietern geblieben, die „Nützigkeit“ wurde zur Nützlichkeit für den Konzern uminterpretiert.
Gibt es irgendwo auch Mietminderungen infolge des neuen Mietspiegels ? Nach der Preisgarantie der Entega, die mit den Ängsten der Verbraucher spielte um so unangemessen finanziell zugreifen zu können, ein weiterer Fall unappetitlichen Verhaltens eines Unternehmens in städtischer Hand.
hk 11.12.0816.12.2008