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Die UWIGA fordert – Schluß mit dem Rumlavieren bei Oettinger Villa

SPD und B90/Grüne sollen ihre unsägliche Entscheidung vom Mai diesen Jahres schnellstens ändern und dann konzentriert eine einvernehmliche Lösung anstreben, fordert Helmut Klett, der 1. Vorsitzende und Spitzenkandidat der Unabhängigen Wählervereinigung der IG Abwasser, UWIGA.

Vor allem in Verbindung mit der künftigen Nutzung der freiwerdenden Bibliotheksräume im Schloß und dem neuen, noch erweiterungsfähigen Bibliotheksgebäude der TUD scheinen auf den ersten Blick verschiedene Optionen für das Polen-Institut möglich.

Mit würde, könnte, müßte, mit wenn und vielleicht, wie es laut DA Echo letzte Woche bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Herrn Glenz und Herrn Partsch wieder anklang, ist niemandem gedient. Nicht das Verfahren ist das Problem bei der Suche eines neuen Standortes für die Jugendlichen, sondern die derzeit gültige Beschlußlage.

Angemessene Standortalternativen für das Polen-Institut sind in Darmstadt wohl leichter zu finden als ein Ersatz für ein in Jahrzehnten gewachsenes und überregional bekanntes Jugendzentrum. Das hätten alle bei ein wenig Nachdenken schon im Mai wissen können.

Zwar konnten die Grünen bei der Abstimmung im Mai 2005 verhindern, daß die voreiligen Versprechungen des damaligen OB Benz gegenüber dem Polen-Institut ein schnelles Aus für die Jugendlichen in der Oettinger Villa bedeutet hätten.

Festgeschrieben ist aber prinzipiell, daß die Oettinger Villa geräumt werden soll – wenn die Jugendvertreter dem vorgeschlagenen Ersatz zustimmen. Eine unglückliche Situation, die eine sinnvolle Lösung nahezu unmöglich macht, wie auch der jetzige OB Hoffmann bei der letzten Sitzung des Kulturausschusses anmerkte.

Jetzt mußte der Magistrat ½ Jahr lang vergebliche Mühe in die halbherzige Suche nach einem (für die Jugendlichen) akzeptablen Gebäude stecken. Es wäre besser gewesen, sich statt dessen auch ernsthaft um Optionen für das Polen-Institut zu kümmern.

16.12.2005