hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Unverständlich sind für die UWIGA die Reaktionen von Magistrat, SPD und Stadtrat Wenzel auf den Beschluss der Landesregierung, das Straßenbahnprojekt in Arheilgen in absehbarer Zeit finanziell nicht zu fördern.
Wichtig ist es, nicht den vergebenen Chancen nachzujammern, sondern jetzt alle Energie in eine realisierbare und bezahlbare Zukunftsplanung zu stecken. Dazu sind hoffentlich alle Parteien bereit, die UWIGA ist es auf jeden Fall.
Ein neues und machbares Konzept könnte über einen städteplanerischen Wettbewerb entwickelt werden, wie dies in der Podiumsdiskussion der IGAB von allen angeregt wurde. Es könnten auch Ideen wie z.B. die von Helmut Klett skizzierte Überbauung der Warteschleife und andere kreative Gedanken in einer gemeinsamen Gruppe von Fachleuten und Bürgern ausgearbeitet werden.
Statt über einen zerplatzen Traum zu klagen, sollte man nun schnellstens in die Zukunft schauen. Umgehend eine angemessene und finanzierbare Lösung erarbeiten, das ist jetzt das Gebot der Stunde. Und zwar nicht wieder zum Teil über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern gemeinsam mit allen interessierten Bürgern Arheilgens. Auch mit denen, die der „Superplanung“ schon immer kritisch gegenüberstanden und jetzt den Stop in Interviews auch öffentlich befürwortet haben.
Schon frühzeitig haben skeptische Bürger und auch die UWIGA darauf hingewiesen, daß die Finanzierungsbeteiligung des Landes auf wackligen Füßen steht, eigentlich klar bei der auf geschönten und veralteten Daten basierenden Kosten-Nutzen-Analyse. Es macht keinen Sinn, unwirtschaftliche Projekte mit Steuergeldern zu fördern – auch wenn das die Befürworter in ihrem Wunschdenken nicht wahrhaben wollten.
Jetzt den Widerstand der Bürger zu fordern, nachdem SPD und Magistrat selbst die Sache so miserabel bearbeitet haben, erinnert fatal an Felsnase und Feinstaubplan, wo auch die Bürger die Fehlentscheidungen der Verantwortlichen im Nachhinein beheben mussten..
08.03.2006