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Unverhohlene Freude über die Absage

Trotz Bürgerbeteiligung bei den Planungen zum Straßenbahnausbau in Arheilgen sind nach wie vor etliche Anlieger der vom Umbau stark betroffenen Frankfurter Landstraße schlichtweg sauer auf das Vorgehen der Stadt. Umso größer ist ihre unverhohlene Freu de über das vorläufige Scheitern des Plans: „Da ist der Kelch ganz knapp an uns vorübergegangen. Die politischen Profilneurotiker hatten den Plan ohne die Bürger gemacht", hieß es gestern von Evelyn Stahlecker aus der Frank furter Landstraße, die ihre Nachbarschaft hinter sich sieht.

Im Vorfeld der Planungen sei den Anwohnern Berücksichtigung ihrer Interessen zugesagt worden. „Doch die diversen Veranstaltungen waren eine Farce", schimpft die Anwohnerin. Die Stadt habe die Anwohner in dem Glauben gelassen, „sie dürften auch etwas sagen, um dann die Zeit für sich arbeiten zu lassen". „Wir Arheilger werden als eine Spezies alternder Menschen abgestempelt, die mit Krückstock und Gehwagen durch die Straßen schleichen in einen Super-Super markt, in dem sich ganz alte Menschen nicht zurechtfinden." Die Realität sei, dass Menschen immer mobiler werden.

uni

10.03.2006