hervorgegangen aus der IG-Abwasser
Im ersten Überschwang seines Überraschungserfolges hatte Helmut Klett noch am Abend der Oberbürgermeisterwahl am 6. März angekündigt, die „Unabhängige Wählerinitiative der IG Abwasser" (Uwiga) werde im kommenden Frühjahr auch zur Kommunalwahl antreten. Klett, Oberbürgermeisterkandidat der Uwiga, hatte bei den Direktwahlen überraschend 6,94 Prozent der Stimmen gewonnen.
Aus seiner Absichtserklärung ist jetzt Gewissheit geworden. Die Uwiga wird zur Kommunalwahl antreten. Die Uwiga sieht sich durch den Erfolg Kletts ermutigt, der aus Stand in das Wählerreservoir der großen Parteien eingedrungen war, obwohl er mit wenig mehr als tausend Euro nur einen minimalen Etat für seinen Wahlkampf zur Verfügung hatte.
Jes-Peter Nissen von der Uwiga teilte gestern mit, bis zu einer Mitgliederversammlung Mitte September werde ein einstimmig gewählter Vorstand die Arbeit der Wählerinitiative koordinieren. Vorsitzender ist Helmut Klett, Stellvertreter Georg W. Hang, Beisitzer sind Jes Peter Nissen (der auch Vorsitzender der IG Abwasser ist) und Wilfried Oßman. Für die Finanzen ist Klaus Hering zuständig.
Die Uwiga baut auf dem Erfolg der IG Abwasser auf, die durch ein erfolgreiches Gerichtsverfahren eine Senkung der Abwassergebühren erzwungen hat. Die Wählerinitiative versteht sich als parteiunabhängig. Sie will Sachentscheidungen den Vorrang vor Parteientscheidungen geben. Bürger sollen die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Politik erhalten.
Die Uwiga kritisiert den Bau des Wissenschafts- und Kongresszentrums und bezweifelt dessen Finanzierung. Die Wählerinitiative ist auch gegen die zehn Millionen teure Offenlegung des Darmbachs, deren Folge eine Erhöhung der Abwassergebühren wäre.
KS
28.06.2005